Startseite
  Über...
  Archiv
  New Life
  Gästebuch
  Kontakt

http://myblog.de/macmag

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Moderne Ritter

Jede Frau, egal welchen Alters, sollte mindestens zwei Ritter haben.

Das sind männliche Freunde, die sich im richtigen Zeitpunkt ohne große Worte - eher durch einen hilflosen Blick - dazu hinreißen lassen, uns heldenhaft zurn Seite zu stehen.

Typische Situationen dafür? Fahrradreifenwechsel, Autoradio einbauen, abgestürtzte PCs, schlecht geplante Umzüge ..

Unsere Praktikantin hatte gestern einen solchen Ritter, der zudem eine echt unangenehme Aufgabe übernahm - vermutlich aus Verzeiflung ...

Dienstag hatte sie mit unseren Kids aus dem Kindertreff Faschingskrapfen fritiert - das erste mal in ihrem Leben sah sie sich mit Hefeteigproblematik und heißem Fett konfrontiert. Ich hatte versucht jeden der einzelnen Schritte mit seinen Problemen zu schildern und mich dann zurückgehalten.

Hat auch ehrlich gut geklappt, die Krapfen waren frisch ziemlich lecker, keines der Kidner hatte danach Verbrennungen und das das JUZ danach tagelang nach altem Fett stinkt kennen wir schon.

Am nächsten Tag kam G. früher, um den Rest (die Friteuse, die Gitte und anderes) sauber zu machen und hat - naja, vermutlich habe ich in meinen Ausführungen vergessen zu erwähnen, das man das Fett eine Nacht erstarren lässt, damit man es am nächsten Tag rauskratzen und in den Restmüll kann ...

Wie auch immer, als ich dazukam war das Fett in der Spüle gelandet und der Siffon verstopft ...

Ich habe dann am nächsten Tag von zuhause "sanitäre Hilfsmittel " mitgebracht, damit das Dillemma der verstopften Küchenspüle gelöst werden konnte.

In der für ihn typischen Art fand unser H. das wohl als "typisch weiblich umständlich", jedenfalls hat er für G., noch bevor ich irgendwas mitbekommen hatte, den kompletten Siffon ausgebaut und das Problem damit gelöst ...

(war mir auch klar, hab ich auch schon mal gemacht und danach 4 Wochen einen undichten Ablauf gehabt, bis einer meiner Ritter kam ...)

Jedenfalls hat sich H. damit das Prädikat "Ritter des Monats" verdient und ich befürchte, das G. nicht unter einem Kasten Bier diese Ehrenschuld begleichen kann ...

1.2.08 11:31


Werbung


Der schönste Moment

Gestern auf dem Kinderfasching...

... laufen vor mir Vater und Sohn, beide als Piraten verkleidet, der eine etwas um die 30, der andere maximal 4 Jahre alt. Der nachfolgende Dialog spielte sich im Vorraum zu der von uns dekorierten Halle ab, in der die Kinder gerne Toben, denn unten sind ja so viele Erwaschene, die das nicht mögen und es ihnen wohlmöglich verbieten ...

 

Vater: Komm. lass uns wieder nach unten gehen ...

Sohn: Nö!

Vater: Gut dann gehen wir aufs Klo.

Sohn: Ich will aber nicht ! *

Vater: Ich habe aber alleine Angst, Du mußt mit mir gehen und mich beschützen.

Sohn: Warum?

Vater: Weil ich der Kapitän bin und Du meine Mannschaft ...

Sohn: (nach einem kurzen Moment des Nachdenkens)

ICH KÜNDIGE!

 

Yeas, it happend! Really!

 

 

*Erstaunlich, wieviele Wörter für "Nein" ein Kind kennt ...

 

21.1.08 18:00


Buuuaaah

Aus einer Abizeitung, die letztes Jahr in Esslingen erschien:

 

Mathelehrer schreibt an die Tafel:

 

x =((-1xsinX)-(XxcosX)+(0,05xsinX)*Wurzel aus (-5)xcosX ) /2a

 

Kommentar: "Leute, das ist doch Kinderfasching"

 

macmag sagt:

Nein, selbst wenn ich in der Lage wäre Formeln korrekt darzustellen, wäre diese Aufgabe für mich kein Kinderspiel, aber der gute Mann hat auch keinen blassen Schimmer, was Kinderfasching bedeutet.

In meinem Fall, schlechte Laune seit  mehreren Tagen alleine bei dem Gedanken an kommenden Sonntag, beinahe Übelkeit, als ich heute die neuen CD´s angehört und "eingruppiert" habe und der erfrischende Gedanke, das ich mich danach aber auch vor Fasching verstecken kann.

Ich mache wirklich gerne Aktionen mit Kindern, wenn bloß die begleitenden Eltern nicht wären - laut, ab dem Moment, in dem sie den Saal betreten nicht mehr für ihre Gören zuständig und anspruchsvoll .... 

 

17.1.08 22:57


Aufreger des Tages - Jugend als Wahlkampfthema

Je nun - der Ministerpräsident des Landes Hressen hat also doch noch sein populistisches Wahlkampfthema gefunden; Jugendkriminalität und die staatlichen Folgen.

Hätte nie gedacht, das ich mich mal über einen Kommentar der Bundeskanzlerin freue oder auch Professor Christian Pfeiffer zustimmen würde, aber heute morgen tat ich es, als ich in der ansonsten eher konservativ angelegten Süddeutschen einen ausgewogenen, den Hintergrund darstellenden Artikel las.

Um vonweg eins klarzustellen: ich werde nicht die randalierenden und schlägernden Jugendlichen, die in München (und anderswo) Rentner zusammenschlagen, in den Schutz nehmen und sie mit ihrer ach so schweren Kindheit entschuldigen.

Aber als praktizierende Pädagogin mit 10 jähriger Erfahrung durchaus auch mit kritischem Klientel stehe ich immer noch hinter dem erzieherischen Grundgedanken des Jugendstrafrechtses (der auch die Basis des Erwachsenenstrafrechtes ist - aber das nur am Rande).

Wer nach Bootcamps ruft sollte sich vergegenwärtigen, das 2/3 der ehemaligen Insassen dieser amerikanischen Einrichtung rückfällig werden. Ähnliche Zahlen gelten für das, ´was man Warnarrest nennt (71 % Rückfallquote - woher Herr Pfeiffer die Zahlen hat weiss ich leider nicht).

Jugendliche, die nach Bewährungsstrafen rückfällig werden gibt es auch (und die Zahl ist mit 50 % immer noch zu hoch) - aber wie fasste esder Komik in meiner Pfälzischen Tageszeitung heute so schön zusammen? Wenn zwischen der Tat und der Strafe 2 bis 3 Jahre vergehen, weiol Ämter und Behörden personell unterbesetzt und überlastet sind, darf man sich nicht wundern, wenn der Erziehungseffekt weg ist.

Das das auch anders geht zeigt die Arbeit des Stuttgater "Haus des Jugendrechts" in den ermittelnde Behörde (Polizei), helfende Behörde (Jugendamt) und Staatsanwaltschaft zusammenarbeiten. Die Dauer der Verfahren konnte damit von 230 auf 86 Tage  zwischen Anzeige und Richterspruch reduziert werden.

Oder der Umgang mit den von Politik und Presse inzwischen Als Intensivtäter diagnostizierten straffälligen Jugendlichen -  Berlin hat definiert das als Intensivtäter gilt, wer binnen Jahresfrist mindestens 10 Straftaten begangen hat und bei dem sich die Gefahr einer kriminellen Karriere abzeichnet - ob sich die Arbeit der Sonderabteilung mit den Betroffenen dieser Liste rentiert weiß ich nicht, aber immerhin wird hier eine wesentliche Unterscheidung gemacht: nicht jeder Jugendliche, der in Kontakt mit der Polizei und der Staatsanwaltschaft kommt, ist gleichermaßen kriminell - im Gegenteil, Deliquenz (Straffälligkeit) gehört zum Ewachsenwerden dazu.

Im Endeffekt wiederhole ich nur meine Gedanken, die mich (aus einem anderen Anlass) schon letztes Jahr im Februar / März bewegten: Kinder und Jugendlichen brauchen Halt und einen Platz  in der Gesellschaft, die angesichts schlechter Bildungschancen, mangelnder Ausbildungsplätze und einer "scheiß - egal - Haltung", die leider von den heute in verantworlichen Positionen sitzenden Erwachsenen geprägt wurde, erst einmal sich selber auf die Strafbank setzten sollte.

Und ansonsten: Mut für neue Wege, mehr Geld für Betreuer, Sozpäds, Lehrer und auch Jugendsachbearbeiter der Polizei, und lieber Prävention als Strafe.

Und unter Prävention verstehe ich nicht Maßnahmen, die Jugendlichen erklären, wie scheiße Drogen, Gewalt und Alkohol sind (obwohl das natürlich dazugehört), sondern:

die Herstellung optimaler Lebensverhältnisse. 

 

3.1.08 11:54


Gerüchteküche

Eigentlich  ... darf man im JUZ ja keine privaten Feten feiern ...

Eigentlich ... ist es total unfair, wenn die Leitung das dann an ihrem Geburtstag doch macht ...


aber buchstäblich klasse (ich lache nur noch) ist Folgendes: da haben im Überschwang des Feierns und des Alkoholkonsums doch zwei Mitarbeiter ihre Hemmungen  verloren und wild rumgeknutscht - gut, denke ich mir, sind beide nicht blöd und zu dem erwachsen, die können damit umgehen.

Und irgendwie haben auch alle gedacht, das die Sache im Sande erläuft und keiner was mitbekommt - aber doch nicht in unserem Kuhdorf - der Spott der Jugendlichen ist groß und meine Praktikantin ist nur froh, das wir erst mal 2 Wochen zu machen, weil nach Sylvester garantiert ein anderes Thema dran ist -

 trotzdem wüßten wir zu gerne, wer da internas nach außen getragen hat.

21.12.07 18:23


Es stinkt!

Habe mir eben zeigen lassen, warum es im JUZ immer nach Scheiße stinkt:

als vor 1o Jahren die Räume "saniert" wurden, damit eine Betriebserlaubsnis  erteilt  werden kann, hat der Sanitärfritze in unser Denkmalgeschütztes Gebäude, oben KiGa, unten JUZ, ein Hebewerk eingebaut, damit unsere Scheiße und unsere Abwässer auf das Niveau des Abwasserkanals gepumt werden.

Wir wundern uns immer, warum es regelmäßig aus den Abflüssen stinkt (der KiGa auch) und wissen jetzt: die Rohre führen in mehreren Kurven und: das Lüftungsrohr führt anstelle durch ein exsistierendes Loch nach Außen : IN DEN ABWASSERKANAL ! 

Das heißt, wenn man nur einmal kurz spült und nicht gleich ewig viel Wasser nachlaufen läßt, saugt sich die Luft schlichtweg zurück .....

 


27.11.07 13:51


Simplify my life

Ich hasse es, aufzuräumen. Nicht, weil ich das Chaos liebe und auch nicht, weil ich immer und in jeder Laune etwas Besseres zu tun habe.

Ich hasse Aufräumen, weil dies der konzentrierte Akt der Entscheidung ist – brauche ich diesen Gegenstand noch, ist dieses Papier noch von Nutzen für mich, wo findet diese Kiste mit schönen Stoffen einen Platz ...

Aber es half alles nichts – meine Jugendlichen lästerten schon lange über mein chaotisches Haushalten (interessanter Weise betrachte ich mich nach wie vor als äußerst strukturiert – zumindest innerlich, äh, nun ja, das ist zumindest das Bild, das ich von mir habe ...) und der Hinweis meiner ehemaligen Mitarbeiterin, Platzmangel wäre einer Frage des Entrümpelns machten mir Mut.

Und auch dies: meine Mutter hatte mir vor einigen Jahren das Buch „Simlify my life“ gegeben – sie hatte es sich aus Neugierde besorgt und es mir weitergegeben. In der Lektüre der erste Kapitel, die gespickt sind mit wirklich sinnvollen Tipps zur Entscheidungsfindung beim Aufräumen, stellte ich fest, dass man nach Aussage der Autoren nach einem ähnlichen Verfahren auch die anderen Bereiche seines Lebens „bearbeiten“ könnte – Finanzen, Lebensplanung , Freunde ... Wie bitte- ich soll meine Freunde nach einem Schema nützlich, kann ich noch brauchen, unerlässlich und verzichtbar sortieren und mich vom Ballast unnützer Kontakte trennen?

ARGH, nicht meine Vorstellung von Freundschaft..... das Buch verschwand sogleich im Regal (immerhin nicht im Mülleimer) und das Thema Aufräumen / Entrümpeln blieb in der Rubrik ewig schlechtes Gewissen und kompletter Selbstverleugnung stecken.
Egal, das Problem Platzmangel und der anstehende Tag der Offenen Tür aus Anlass unseres 10 Jährigen Jubiläums motivierten uns – (das „Endlich“ meiner ehrenamtlichen Helfer war nicht zu überhören) und wir schlossen das JUZ für eine Woche, um Zeit dafür zu haben.

Die Bilanz: selbst wenn es unsere Besucher nicht sehen können haben wir eine riesige Ladung Schrott, mindestens 15 Bananenkisten Altpapier, 13 Säcke Restmüll und ca 10 Säcke Gelber Punkt aussortiert und damit Platz geschaffen, das, was bleiben dürfte sinnvoll und schön in die Regale einzusortieren. Es waren neben der Praktikantin und mir 6 Helfer beteiligt (und das war nötig, damit ich keine Ausreden hatte) und irgendwie kann man im JUZ wieder Atmen.

Mit diesem anspornenden Erleben sollte man meinen, das ich nun auch mein häusliches Chaos (Schreibtisch?!? Archäologische Studien wäre nötig ...)anzugehen, oder zumindest mal meinen Kleiderschrank anzufangen –

Aber man soll ja nicht gleich übertreiben, jetzt steht erst Mal der Alltag an und der heißt: Keilrahmenbau, damit unser echter Künstler uns ein neues megascharfes Graffiti machen kann ...

14.11.07 11:33


[erste Seite] [eine Seite zurück]  [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung